Heutzutage weiß man manchmal kaum noch, was mit KI entstanden ist und was tatsächlich von einem Menschen kommt. Auch ich frage mich das mittlerweile bei vielen Beiträgen auf Social Media, bei Texten im Internet oder bei scheinbar perfekt produzierten Inhalten.
Gleichzeitig sehe ich überall, dass wir durch KI schneller, produktiver und effizienter arbeiten sollen. Gerade in kreativen Berufen wird oft vermittelt, man müsse Abkürzungen nehmen, Tools stapeln und möglichst viel automatisieren.
Doch was passiert dann mit dem kreativen Prozess?
Ich selbst nutze KI auch. Aber nur in einem bestimmten Umfang und auf eine bestimmte Weise.
Meine Bilder, meine Texte und meine Kreativität sind das, was ich in die Welt bringen möchte. Dafür brauche ich keine KI. Ich brauche eher Systeme, in denen ich genug Zeit und Raum habe, meine Kreativität auszuleben.
Heute nehme ich dich ein Stück mit hinter die Kulissen und erzähle dir, wofür ich KI tatsächlich nutze und wofür nicht.
Und ja, ich schreibe bewusst „eine KI“, denn aktuell nutze ich hauptsächlich ChatGPT.
Wofür ich KI nicht benutze
1. Meine Bilder
Ich liebe es, zu fotografieren und zu filmen. Alle Bilder und Videos, die du bei mir siehst, stammen von mir. Manche bearbeite ich, aber oft lasse ich sie so, wie sie aufgenommen wurden.
Für mich gehört genau dieser Blick durch die Kamera zu meiner Kreativität.
2. Meine Designs
Ich liebe den Prozess, neue Designs zu entwickeln. Webseiten, Social-Media-Beiträge, Produkte, Farben, Schriften, Stimmungen, all das entsteht aus meinem Kopf heraus.
Gerade das Gestalten macht mir unglaublich viel Freude. Ich möchte nicht, dass mir dieser Teil abgenommen wird.
3. Meine Texte
Meine Texte entstehen aus mir. Aus meinen Gedanken, meinen Erfahrungen und meinem Gefühl heraus.
Wenn nötig, lasse ich sie minimal korrigieren oder sprachlich glätten. Aber der Ursprung, die Haltung und die Worte kommen von mir.
Gerade bei persönlichen Texten ist mir das sehr wichtig.
4. Meine Systeme
Ich habe eine eigene Arbeitsweise und brauche klare, einfache Abläufe, um in kurzer Zeit gute Ergebnisse zu erzielen. KI kann mir Vorschläge machen, aber sie kann nicht für mich entscheiden, welches System sich für mich richtig anfühlt.
Ein Beispiel: Als ich die Herzenspost aufbauen wollte, habe ich nach passenden Newsletter-Anbietern gesucht. KI konnte mir verschiedene Möglichkeiten nennen. Entschieden habe ich mich am Ende aber für den Anbieter, der sich für mich intuitiv, leicht und passend angefühlt hat.
5. Meine Kreativität
Mein Kopf ist gefühlt 24/7 an. Ich habe ständig neue Ideen. Ob Schreiben, Fotografieren, Design, Videos oder Projektentwicklung, in meinem Kopf ist immer irgendetwas am Werkeln.
Diese Kreativität gehört zu mir. Sie ist nicht etwas, das ich auslagern möchte.
6. Mein Faible für Einfachheit
Ich mag es einfach. Ich mag keine unnötig komplexen Programme und keine langen Wege, wenn es auch klarer geht.
Für meine Ideen, Videoskripte, Texte und Projekte nutze ich keine große komplexe Anwendung wie Notion. Ich nutze eine Notizen-App und eine Tabellen-App. Notion habe ich nach 15 Minuten wieder deinstalliert.
Stattdessen habe ich mir ein System gebaut, das für mich funktioniert und das ich jederzeit unkompliziert erweitern kann.
Wofür ich ChatGPT nutze
Ich nutze vor allem ChatGPT. Ich habe die Pro-Version, weil ich regelmäßig damit arbeite und gerne jederzeit Zugriff habe. Außerdem nutze ich die App auf meinem Handy und meinem Tablet, damit ich Ideen direkt festhalten oder weiterdenken kann.
Mittlerweile sind daraus sehr viele Projekte entstanden, die hoffentlich nach und nach ihren Weg in die Welt finden.
1. Um Programme besser zu verstehen
Manchmal suche ich eine Funktion, stoße auf einen Fehler oder komme an einem technischen Punkt nicht weiter. Dafür ist KI für mich sehr hilfreich.
Zuletzt hatte ich zum Beispiel das Problem, dass mein Manuskript für das Taschenbuch von Amazon KDP nicht akzeptiert wurde. Ich habe ChatGPT gefragt, woran es liegen könnte, und konnte dadurch Schritt für Schritt herausfinden, was an der Formatierung nicht stimmte.
Am Ende habe ich es geschafft, die Datei korrekt hochzuladen.
2. Als Sparringpartner
Wer mich kennt, weiß: Ich habe unfassbar viele Ideen.
Oft pitche ich eine Idee an ChatGPT und schaue, was daraus werden könnte. Welche Richtung sinnvoll wäre. Welche nächsten Schritte möglich sind. Wo vielleicht noch Lücken sind.
Das hilft mir enorm, aus einer losen Idee ein greifbares Projekt zu machen.
3. Für Korrekturen und Übergänge
Ich schreibe oft sehr intuitiv. Wenn ich in einem Text drin bin, fließt er einfach aus mir heraus. Beim späteren Überarbeiten fällt es mir manchmal schwer, Wiederholungen zu erkennen, Übergänge sauberer zu gestalten oder eine Formulierung runder zu machen.
Dann nutze ich KI, um einen Text flüssiger und lesbarer zu machen.
Aber auch hier gilt: Der Text kommt zuerst von mir.
4. Für Shortform Content
Viele meiner Social-Media-Inhalte entstehen aus längeren Texten.
Ich lasse mir manchmal Vorschläge geben, welche Passagen aus einem Artikel sich gut für Reels, Carousels oder kurze Beiträge eignen könnten.
Das spart mir Zeit und hilft mir, aus einem langen Gedanken mehrere kleine Brücken zu bauen.
5. Als Motivationshilfe
Kreativ zu arbeiten bedeutet auch, immer wieder an sich selbst zu zweifeln. Besonders dann, wenn noch kaum Ergebnisse sichtbar sind.
In solchen Momenten nutze ich ChatGPT manchmal, um meine Gedanken zu sortieren, mich an mein Warum zu erinnern oder mir wieder einen klareren Blick auf das zu holen, was ich bereits aufgebaut habe.
Manchmal braucht man einfach ein paar ermutigende Worte, um weiterzugehen.
Warum mir diese Grenze wichtig ist
Sanshine, so wie ich es im Herzen und im Kopf trage, soll andere berühren. Es soll ein Raum sein, in dem Menschen sich selbst wieder begegnen können.
Deshalb möchte ich, dass Sanshine authentisch bleibt.
Ich möchte KI nicht nutzen, um meine Kreativität zu ersetzen. Ich nutze sie, um effizienter, sicherer und weniger verzweifelt zu sein.
Denn nichts kostet mich mehr kreative Energie als technische Probleme, komplizierte Programme oder Momente, in denen ich mir selbst im Weg stehe.
KI ist für mich kein Ersatz für Kreativität.
Sie ist ein Werkzeug.
Ein Werkzeug, das mir hilft, meine eigenen Ideen schneller zu sortieren, Hürden zu überwinden und klarer in die Umsetzung zu kommen.
Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Einblick zeigen, wie ich KI in meinem Business nutze und wo für mich ganz bewusst die Grenze liegt.
Falls du Fragen dazu hast, kannst du mir gerne schreiben.
Ich wünsche dir einen schönen Tag
Sandra